Warum Ruhe manchmal Angst macht

Endlich ist es still. Eigentlich könntest du dich entspannen. Und doch wird es innerlich unruhig. Ruhe fühlt sich nicht für alle Menschen sofort angenehm an. Wer lange unter Spannung stand, erlebt Stillstand manchmal als ungewohnt oder unsicher. Dann hilft die Aufforderung «Entspann dich doch» wenig.
Sicherheit lässt sich erfahren
Ruhe muss nicht mit geschlossenen Augen und völliger Stille beginnen. Vielleicht ist ein Spaziergang leichter. Ein warmer Tee. Ein vertrauter Raum. Etwas, das deinem Körper zeigt: Ich bin hier, und ich darf in meinem Tempo ankommen.
Eine sanfte Erkundung
Wähle einen Moment von einer Minute. Lass die Augen offen, schau dich um und suche etwas, das angenehm oder neutral wirkt. Nimm wahr, ob sich etwas verändert. Du darfst jederzeit aufhören.
Fragen für dich
Was passiert in mir, wenn es still wird? Welche Formen von Ruhe fühlen sich gut an? Wo versuche ich, Entspannung zu erzwingen? Welche kleinen Erfahrungen geben mir Sicherheit?
Manchmal beginnt Ruhe damit, dir dein eigenes Tempo zu erlauben.
Wenn du weiter erkunden möchtest, wie du bei dir ankommen kannst, findest du im Beitrag «Ankommen im Körper» drei Wahrnehmungsübungen.



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