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  • AutorenbildLydia Jordi

Recht haben - da verlieren alle


In der Hitze einer Diskussion verlieren wir leicht den Blick für das Wesentliche. Es sollte nicht darum gehen, den anderen zu übertrumpfen oder Schuld zuzuweisen. Das Bedürfnis, Recht zu haben, ist zutiefst menschlich, doch führt dies uns oft zu einem Gegeneinander statt zueinander. Wenn wir darauf fixiert sind, riskieren wir viel mehr als nur eine Debatte zu verlieren.






Wenn wir lernen, unsere Unterschiede zu schätzen und konstruktiv mit ihnen umzugehen, können wir viel erreichen. Ein starkes Miteinander basiert auf Vertrauen, Respekt und der Bereitschaft, Kompromisse einzugehen.


Fragen zur Selbstreflexion:

  1. Was bedeutet es für mich, Recht zu haben? Recht zu haben kann als Zeichen von Intelligenz, Wissen oder Durchsetzungsvermögen sein. Vielleicht sehe ich es als Bestätigung meiner Fähigkeiten oder als Möglichkeit, Einfluss auszuüben. Überlege, was genau es für dich bedeutet und warum es dir so wichtig ist. Welche Überzeugung und Werte sind damit Verbunden?

  2. Welche Gefühle und Bedürfnisse stecken hinter meinem Wunsch, Recht zu haben? Hinter dem Wunsch, Recht zu haben, steckt oft tiefergehende Gefühle und Bedürfnisse. Geht es um Anerkennung, Respekt oder Bestätigung oder steckt mehr dahinter? Es ist wichtig die zugrunde liegende Gefühle zu erkennen und zu verstehen. Welche Emotionen empfinde ich in solchen Momenten? Fühle ich mich verletzt oder abgelehnt, wenn meine Meinung nicht anerkannt wird? Welche Bedürfnisse versuche ich zu erfüllen?

  3. Warum klammere ich mich so daran?

Vielleicht habe ich in früheren Erfahrungen gelernt, dass es wichtig ist, um Akzeptanz und Anerkennung zu finden. Oder ist es aus einer Angst vor Kontrollverlust oder Unsicherheit? Gibt es spezifische Situationen oder Personen, bei denen du besonders

stark auf dein Recht bestehen möchtest?

4. Wie kann ich meinen inneren Kritiker beruhigen, wenn ich das Gefühl habe, nicht gehört oder verstanden zu werden? Um diesen inneren Kritiker gehör zu verschaffen, kann ich mich zu erst mal selber

anhören. Danach kann ich Techniken der Selbstberuhigung und des positiven

Selbstgesprächs anwenden. Die Perspektive sehen, dass es wichtiger ist

Beziehungen zu pflegen und Verständnis zu zeigen. Tiefe Atemübungen, Meditation

oder der Frust mal ins Kissen schreien, wie auch Tagebuch schreiben, können ebenfalls

helfen, meine Gedanken zu ordnen und meinen inneren Frieden zu finden.

5. Wie kann ich sicherstellen, dass ich mich auf das Thema konzentriere und nicht auf die Person?

Ich kann versuche, sachlich zu bleiben und mich auf die Fakten und Argumente zu

konzentrieren, anstatt persönliche Angriffe zu starten oder Emotionen hochkochen

zu lassen. Eine gute Methode ist es «Ich-Botschaften» zu verwenden, die meine eigene

Gefühle und Gedanken ausdrücken.


Lassen wir uns auf den Bau von Brücken ein und suchen gemeinsam nach Lösung und gegenseitigem Verständnis, die uns alle weiterbringen. Gemeinsam lernen wir, über unsere Schatten zu springen und echte Verbindung in unserer Vielfalt und Andersartigkeit zu leben.



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